
7. August 2000

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Jetzt
habe ich schon einige Wochen lang nicht mehr geguckt, was sich denn an
mir verändert hat. Letzte Woche bekam ich überraschend Besuch
von jemanden, den ich schon seit etwa 5 Monaten nicht mehr getroffen hatte.
Er war sichtlich beeindruckt, dass ich mich so enorm verändert hatte.
Tatsächlich? Mir war es gar nicht aufgefallen... |
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Meine
Kopfhaare wachsen nach wie vor - darüber bin ich enrom erleichtert!
Ich fürchtete schon, dass eines der ersten Anzeichen für meine
Veränderung das Dünnerwerden der Haare ist. Aber man soll den
Tag nicht vor dem Abend loben - und so bitte ich weiterhin mein Herzchen,
dass ich gefälligst über dünner werdende Stellen am Kopf
informiert werden will. |
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Im
Gesicht breitet sich der Bartwuchs immer mehr aus und wird stets dichter
und kräftiger. Rasiere ich mich morgens, so bekomme ich abends bereits
ein "Ihhh - Du stachelst aber!" zu hören. Die tägliche Rasur
ist also nicht zu vermeiden. Dennoch reicht's für einen anständigen
Vollbart bei weitem noch nicht aus. Im Gegenteil: an der rechten Kotlette
habe ich anscheinend eine Stelle, an der kein einziges Haar wachsen will.
Ansonsten fehlen nur noch die Backen selbst, der Rest weist zumindest einen
leichten Flaum auf. An der Oberlippe warte ich auch noch auf die stärkeren
Haare - bisher kann ich sie noch zählen. |
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Zum
Glück habe ich im Gesicht so gut wie keine Akne - eine meiner grössten
Befürchtungen. Da die Pickel verschwinden, wenn ich mich rasiere,
nehme ich an, dass der leichte Peeling-Effekt der Rasur genau das Richtige
ist.
Am Rücken habe ich dafür
reichlich! Da ich seit gut einem Monat auch ständig unter Strom stehe
- der emotionale Stress nimmt einfach nicht ab, eher zu - verfalle ich
leider auch wieder in dieses ständige Kratzen. Nicht, dass es mich
jucken würde - nein, ich fummle nur aus lauter Nervosität an
den Pickeln rum und kratze sie auf. Dass mir ständig eigentlich ziemlich
warm ist (das Powerhemdchen...) und ich deswegen schwitze, tut den Rest... |
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Die
Beine sind mittlerweile dicht behaart - keine freie Stelle mehr... An den
Armen ist es nicht so krass, dennoch wachsen die dunklen Härchen langsam
aber sicher über die Handwurzel hinauf auf den Handrücken. An
den Oberarmen habe ich auch den Verdacht, dass sich was tut.
Am Bauch habe ich wohl meine Grenze
erreicht - es breitet sich nicht mehr so aus. Jetzt fängt es aber
um die Brustwarzen herum zu spriessen an. Schon komisch, wenn man da auf
diese zwei Wabbel-Säcke runterschaut und regelmässig dunkle lange
Haare sichtet. |
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Die
Stimme wird seit etwa drei Wochen am Telefon als eindeutig männlich
identifiziert. Zuvor wurde ich immer mit "Frau Haas" angesprochen - nun
bin ich selbstverständlich "Herr Haas". Subjektiv konnte ich diesen
Wandel nicht einschätzen: ich war ziemlich überrascht, dass es
jetzt (endlich) soweit war. Beim Lachen oder wenn ich mich aufrege, dann
passiert es noch manchmal, dass ich plötzlich wieder oben rumkiekse.
Oder aber wenn ich unbewusst zu Radiomusik mitsumme - dann setze ich wieder
meine weiblich eintrainierte Kopfstimme ein. Beim bewussten Mitsingen fühle
ich mich aber wesentlich wohler in den tiefen Regionen der Bruststimme.
Dann vibriert der Brustkorb auch leicht mit. Kitzelt etwas. |
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Muskelmässig
hat sich auf den ersten Blick nicht viel getan - die Fettpolster sitzen
leider immer noch auf den Hüften. Zugegeben: ich habe auch nicht sehr
viel dagegen getan. Wenn ich aber beispielsweise meinen Arm anspanne, dann
kann ich wesentlich mehr Muskelmasse fühlen als jemals zuvor. Es tut
sich also doch was. |
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Meine
Libido ist leider ständig am Anschlag zu "notgeil". Ob es daran liegt,
dass ich in der Partnerschaft seit September letzten Jahres so gut wie
keinen Sex mehr hatte, oder ob es am höheren Testosteron im Blut liegt,
weiss ich nicht. Vielleicht die Kombination daraus. Jedenfalls reicht es
mir fast nicht aus, fünfmal am Tag selbst Hand an zu legen. Hoffentlich
kommt bald zumindest die Brust-OP, damit ich endlich auf Suche gehen kann.
Da wird man ja kirre... |
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Die
Stimmungsschwankungen sind aber nicht mehr spürbar. Wenigstens etwas
- ich hasse es, wenn ich ohne Grund reizbar bin und mich selbst nicht ausstehen
kann. |
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