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24. April 2001

Hormon-mässig tut sich leider nicht mehr sehr viel - ich sollte vielleicht abnehmen, dann ginge es wieder voran. Ich hatte lediglich Anfang des Jahres immer mehr das Gefühl, dass die Entwicklung nicht nur stagniert, sondern im Gegenteil auch etwas in die falsche Richtung läuft. So hatte ich beispielsweise wieder des öfteren sehr volle Brüste (ihh....) und der Bartwuchs war komischerweise wieder schwächer. Auch waren die Beine und Hände gleich nach der Spritze immer geschwollen, was sich erst nach gut einer Woche dann wieder gab. 
Ich holte mir also von dem Arzt, der mir immer das Rezept und die Spritzen für's Testo gibt, den längst überfälligen Überweisungsschein für Dr. Stalla - Hormonstatusüberprüfung!
Leider wurde aber wirklich nur der Status überprüft und keine Empfehlung ausgesprochen - aber im Vergleich zur letzten Untersuchung war ich meiner Meinung nach kurz vor der Spritze noch zu weit im männlichen Normalbereich. Ich habe also auf eigene Faust den Abstand der Spritzen verlängert auf 16-17 Tage. Ergebnis: mein Bart kratzt wieder jeden Morgen fröhlich vor sich hin, und ich habe keine geschwollenen Beine und Hände mehr. 
In letzter Zeit habe ich immer öfter wieder ein Ziehen im Unterleib. In etwa so, als wenn ich wieder eine Mense bekomme. Da es einem anderen TM, der auch schon längere Zeit auf Testo ist, ebenso geht, nehme ich an, dass es relativ normal ist. 
Es bestärkt mich allerdings immer mehr darin, dass das Zeug raus muss - oder was soll ich jemandem erzählen, wenn ich mich mal wieder auf dem Stuhl zusammenkrümme? 
Gestern war ich im Klinikum Grosshadern (in München) zum Beratungsgespräch. Eigentlich wollte ich zu Frau Dr. Funke, welche mir von einem anderen TM als sehr kompetent empfohlen worden war. Leider war sie nicht da, sondern "nur" ihr Kollege. Dieser hat auch Erfahrungen mit TMs - was nicht zwangsläufig heisst, dass er erfolgreich ist... Zu seiner Ehrenrettung muss ich allerdings sagen, dass er einen anderen TM, der relativ wenig Busen hatte, wohl gut hingebracht hat. 
Bei mir allerdings sah er keine andere Alternative, als dass die Brustwarze frei transplantiert wird und er mir eine 10 cm lange bleibende Narbe verschafft. Über eine andere Schnitt-Technik oder die Belastung einer solch langen Narbe schien er in meinen Augen nicht sonderlich nachzudenken. Ebenso nicht, dass die OP in mehreren Schritten ausgeführt werden könnte - er will alles gleich auf's erste Mal hinkriegen. 
Mein Entschluss steht damit: Er wird mich höchstwahrscheinlich nicht auf seinem OP-Tisch wiedertreffen. Ausser, mir sitzt der "Termin-Druck" im Nacken: in meiner rbeitsstelle bin ich komplett als Mann - und das sollte auch so bleiben. Das wird allerdings im Sommer, wenn die Hemden leichter und heller sind sehr schwer werden. Hat ein anderer Arzt keine Zeit für mich (jedenfalls nicht rechtzeitig), werde ich wohl zur Not doch noch auf den Herrn Doktor zurück kommen - er versprach mir einen Termin innerhalb von 2-3 Wochen; Aufenthaltsdauer im Krankenhaus: 4-5 Tage. 
Heute will ich mir auf alle Fälle mal noch Dr. Müller im Klinikum Rechts der Isar (auch in München) ansehen. Ich konnte ihn schon mal auf einem Vortrag kennenlernen. Auch war ein anderer TM, der noch mehr Brustmasse als ich hatte, bei ihm und war nach der ersten OP recht zufrieden. Mal schauen, ob Dr. Müller mir besseres als eine 10 cm lange Narbe zu bieten hat....
 

Diese Seite wurde im April 2001 erstellt von Henrik