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Selbsterkenntnisse

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| Wie kommst Du eigentlich
auf diese absolut quere Idee, dass Du ein Mann bist? Spinnst Du jetzt komplett?
Bist Du krank? Hattest Du ein schlechtes Erlebnis in der Kindheit? Kannst
Du Dich mit Deinem Körper nicht abfinden? Bist Du nicht doch lesbisch?
Willst Du nur im Rampenlicht stehen? Musst Du immer eine Extra-Wurst gebraten
kriegen? ....
Den einen oder anderen Satz hat
bestimmt jeder von uns mal von sich selbst gehört. Viele dieser Aussagen
spiegeln Ängste wider, Vorurteile, Missverständnisse und (Selbst)zweifel
an der geistigen Zurechnungsfähigkeit. Die meisten dieser Vermutungen
habe ich auch irgendwann mal wieder verworfen, da ich mich durchaus als
gesund einstufte, keinen Dachschaden, dafür eine relativ glückliche
Kindheit verbrachte - sieht man einmal davon ab, dass es schlimmer wurde. |
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| Die Frage bleibt: wie kommt man
eigentlich auf den Trichter, trans* zu sein? Wacht man eines Morgens auf
und weiss ES einfach, oder schleppt man das sein ganzes Leben lang rum? |
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Da jeder Mensch verschieden ist,
jeder ein anderes Umfeld, eine eigene persönliche Geschichte hat,
sind auch die Wege zu der Erkenntnis, dass man trans* ist, sehr unterschiedlich
gestaltet.
Aus diesem Grund gibt's hier kein
Patentrezept, sondern meinen individuellen Bericht über meine Selbsterkenntnis. |
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| Ich
schreibe auch alles in der Rückschau auf. Ich war nie der grosse Freund
von Tagebüchern - ich hatte mal eines, aber über zwei Einträge
bin ich nicht hinaus gekommen. Wenn ich also von Gefühlen spreche,
dann sind es nur diejenigen, an die ich mich erinnere. Und wenn ich mich
selbst ananlysiere, dann eben erst jetzt in der Rückschau - die meisten
inneren Vorgänge sind mir damals verborgen geblieben. |
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